Die Frage der Berufung

Kürzlich fand ich einen spannenden Artikel auf dem Blog von MyMonk http://mymonk.de/gute-alte-berufung#comments. Für mich habe ich die Aussagen/Fragen ein klein wenig anders formuliert bzw. komprimiert.

Vergiss die Berufung!

Die Suche nach der „Berufung“ oder oder „Lebensaufgabe“ macht uns nicht glücklicher. Wir bürden uns eine vielleicht unlösbre Aufgabe auf und sind dadurch wie gelähmt. Wir Menschen können vielleicht nie herausfinden, ob es eine Berufung überhaupt gibt. Und  welche uns zugesprochen wurde. Unsere Aufgabe besteht dagegen darin, zu erkennen was wir mit unserer Zeit anstellen wollen, das wir für wichtig halten.

Wie willst Du leben?

Statt zu fragen, was wir (beruflich) tun wollen und davon alles andere abzuleiten, können wir uns auch erst fragen, wie wir leben wollen und daraus schließen, was wir dafür tun müssen. Welche meiner Bedürfnisse sind besonders stark ausgeprägt? Und wie kannst ich sie unter Einsatz meiner Fähigkeiten erfüllen? Streben wir danach, wir selbst zu werden und wählen einen Weg, auf dem die eigenen Fähigkeiten mit maximaler Effektivität auf die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse wirken.

Was nimmst Du in Kauf?

Welche Schattenseiten von dem was Du tust oder tun möchtest, kannst Du am besten ertragen? Diese Sichtweise umfasst auch die Schattenseiten. Sie zeigt, was als Ganzes zu uns passt und was wir nicht nur in der Fantasie durchhalten würden, sondern auch in der Realität, die immer auch unangenehme Seiten hat.

Welche Wahrheit über dein heutiges Ich würde Dein Kindheits-Ich zum Weinen bringen?

Die Dinge, die wir damals geliebt haben, sind wahrscheinlich immer noch die Dinge, die wir lieben. Wenn auch in angepasster Form.

Was würde Deine Eltern schockieren (oder den, für den Du Dich angepasst hast)?

Viele unserer Träume begraben wir wegen anderen. Weil wir den Vorstellungen anderer gefolgt sind. Diese Frage kann unterdrückte, verdrängte, wilde Ideen ans Licht bringen, frei von vorschneller Vernunft und den Erwartungen anderer Leute.

Wobei vergisst Du die Zeit?

Wann vergisst Du alles um Dich herum?  Wann erlebst Du das Gefühl des Flows, den Zustand völliger Konzentration  Aufgehens in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht? Worum geht es Dir dabei wirklich, was ist der Kern, den Du auf eine andere Tätigkeit übertragen könntest?

Was stört Dich an dieser Welt am meisten?

Wenn Du nicht weißt, was Du mit Deinem Leben anfangen sollst, dann fang mit etwas an, das Du für wichtig hältst. Aus der Forschung ist bekannt, wie sehr Sachen zu unserem Glück beitragen, die über uns selbst hinausgehen, die einen Unterschied machen für unsere Mitmenschen. Finde ein Problem, dessen Lösung Dir besonders am Herzen liegt und beginne damit, es zu lösen.

Wobei würdest Du am liebsten scheitern?

Leider können wir scheitern und wissen das nur zu gut. Bei welcher Aufgabe würdest Du am ehesten sagen: „Es hat leider nicht so geklappt wie ich wollte, aber immerhin hab ich’s versucht, und es war eine gute Zeit“? Weil es Dir einfach wichtig ist und Du den Prozess liebst, die Tätigkeit selbst, nicht nur das Ergebnis.

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