Empfehlungs-Marketing (auch "Mundpropaganda" genannt)

Viele Funktionäre von Heilpraktiker- und Therapeuten-Verbänden rümpfen die Nase wenn es um das Thema Werbung geht und sind sich meist einig: Nur gute Behandlung und zufriedene Patienten sorgen für den Praxiserfolg. Schön und gut. So sprechen die, welche bereits gutgehende Praxen haben und gar nicht so traurig darüber sind, wenn es möglichst wenig Wettbewerber gibt ...

Doch was macht man, wenn man ganz am Anfang steht? Da bleibt nicht anderes übrig, als strategisch richtig zu werben. Dabei soll das Thema "Empfehlung" aber nicht auf der Strecke bleiben. Sie können einiges tun, um Weiterempfehlungen wahrscheinlicher zu machen:

  • Machen Sie erfolgreiche Behandlungen nachvollziehbar erleb- und erzählbar
  • Eine respektvolle persönliche Betreuung der Patienten sollte selbstverständlich sein, erkundigen Sie sich gelegentlich telefonisch nach dem Befinden Ihrer Patienten
  • Informieren Sie die Patienten angemessen vor, während und nach der Behandlung. Erklären Sie Schritt für Schritt was geschieht.
  • Sorgen Sie für einen professionellen Rahmen - so sehen die Patienten, dass Sie es ernst meinen
  • Legen Sie informative Visitenkarten (Rückseite nutzen!) allen Briefsendungen bei. Ein kleiner Visitenkartenspender an der Rezeption ist selbstverständlich - oder?
  • Schreiben Sie Praxismitteilungen, geben Sie eine kleine Patientenzeitschrift oder einen informativen nicht werblichen (!) Newsletter heraus
  • Halten Sie Vorträge und Informationsabende in der eigenen Praxis oder bei anderen Gelegenheiten so geben Sie die Möglichkeit, dass man schon vor einem Termin Vertrauen zu Ihnen fasst. Vorträge in (Volkshoch-)Schulen, Vereinen, Altersheimen, Verbänden...
  • Bieten Sie Seminare an, arbeiten Sie ggf. mit einer Seminarorganisation zusammen, sammeln Sie mit einem Blatt im Wartebereich Interessenten für Seminare (vielleicht mit Ankreuzmöglichkeit für Themen, dann wissen Sie gleich was am besten zieht)
  • Bauen Sie Ihr persönliches Netzwerk aus. Gehen Sie z.B. zu interessanten Seminaren bei denen Sie andere Menschen (aber nicht Kollegen) kennen lernen und sich vorstellen können (z.B. Seminare zur Unternehmensführung etc.)
  • Schreiben Sie ein Buch, Fachartikel über Ihr Spezialthema, legen Sie Kopien Ihrer Artikel in der Praxis auf – zur Information Ihrer Patienten. Und natürlich sollten Sie die Artikel auch auf Ihrer Website zum Download anbieten.
  • Lernen Sie den "Elevator Pitch" zu bestehen. Das bedeutet, dass Sie lernen sollten sich und das was Sie für andere tun, in max. 30 Sekunden (die Zeit einer Aufzugs-Fahrt) sympathisch, authentisch und bildhaft vorzustellen.
  • Arbeiten Sie mit Kollegen zusammen, die nicht unbedingt aus dem Gesundheitsbereich kommen müssen

Praxis-Eröffnung

Die vielleicht wichtigste Veranstaltung für Sie. Starten Sie mit einer professionellen Eröffnung. So schön es ist, seine Freunde um sich zu haben, doch bei der Eröffnung sollten Sie sich auf die Menschen konzentrieren, die als "Multiplikatoren" wirken können - also Menschen mit möglichst vielen Außenkontakten.

  • Machen Sie rechtzeitig eine Einladungsliste und  sprechen Sie Multiplikatoren persönlich an
  • schaffen Sie die Möglichkei zu einem persönlichen Gespräch, z.B. indem Sie den Tag vor der abendlichen Eröffnungsveranstaltung als "Tag der offenen Tür" konzipieren
  • sorgen Sie für eine gute Beschilderung (z.B. mit einem Außen-Display)
  • reichen Sie abends Fingerfood und machen Sie zum Schluß hin eine kleine Party
  • halten Sie einen kurzen Vortrag, aber lassen Sie sich zu Beginn von jemand anderem vorstellen
  • Anzeigen in örtlichen Medien lohnen sich vor allem zur Eröffnung

Praxis-Prospekt (auch Imagebroschüre, Praxisflyer, Infobroschüre genannt)

Der Prospekt ist neben Visitenkarte und Briefpapier eines der wichtigsten Werbemittel für Ihre Praxis. Oft wissen selbst langjährige Patienten gar nicht, welche Leistungen angeboten werden und welche Therapiemöglichkeiten die Praxis bietet. Sie sollten also beim Texten und Gestalten eines Praxis-Prospektes nichts als "bekannt" voraussetzen.

Öffentlich ausliegende Flyer sollten möglichst Hinweise auf Ihre Vorträge und aktuellen Veranstaltungen enthalten, sonst wirken sie leicht anbiedernd. In Ihrem Prospekt sollten sachliche Informationen  im Vordergrund stehen. Vermeiden Sie es andere abzuwerten und vor allem „Heilungsversprechen“ - die können rasch zur Abmahnung führen.

Informieren Sie über sich und sorgen Sie für einen gediegen-authentischen, menschlich-sympathischen Auftritt. Verzichten Sie möglichst darauf, ein ganzes Weltbild zu transportieren sondern versetzen Sie sich in die Situation eines potenziellen Patienten und beantworten Sie im Prospekt die leisen Fragen („ist das seriös“, „kann der/die auch was“, „wo ist denn die Praxis“, „wie läuft die Behandlung wohl ab“...) des Lesers
In der Praxis oder im Wartezimmer können Sie zusätzliche Informationen auslegen oder Ihren Patienten mitgeben. Es empfehlen sich saisonale oder themenspezifische Ratgeber.

Displays für einen eindrucksvollen Auftritt...

Werbedisplay Aussendisplay
Sie halten einen Vortrag oder es bietet sich bei einer Veranstaltung die Möglichkeit zur Eigenwerbung? Sie machen einen "Tag der Offenen Tür" oder eine Vernissage in Ihrer Praxis? Mit mobilen Displays (Beachflag oder RollUp) machen Sie auf sich aufmerksam und gewinnen eine sehr preisgünstige Lösung um Ihre Leistungen zu präsentieren.

Mobile Aufsteller sind leicht zu transportieren, schnell aufgebaut, optisch ansprechend und sorgen dafür, dass Ihre Botschaft auch sichtbar wird.

Mehr Aufmerksamkeit durch Werbeaufsteller

Nutzen Sie den Raum vor Ihrem Praxiseingang und verwenden Sie (wo erlaubt) Werbeaufsteller um aktuelle Spezialthemen zu präsentieren. So machen Sie – speziell in Gegenden mit hoher Passantenfrequenz – mit relativ geringem Aufwand auf Ihre Praxis aufmerksam und können z.B. zu einem Vortrag in Ihren Praxisräumen einladen...

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