Bild von einer Praxis mit LiegeAnderen Menschen zu helfen, für andere da zu sein, spirituell zu leben und damit auch noch seinen Lebensunterhalt verdienen. Helfen und heilen zu können, ohne die schädlichen Nebenwirkungen manch pharmazeutischer Produkte. Etwas Ganzheitliches tun, sinnvolle Arbeit leisten, mit Menschen zu tun haben, Verantwortung tragen. Das alles sind nachvollziehbare und ehrenwerte  Gründe um Heilpraktiker zu werden.

Wer diesen Berufswunsch hat, wird zunächst viel Zeit und Geld in seine Ausbildung investieren. Er eignet sich medizinisches Wissen an, erlernt in vielen Unterrichtsstunden und Seminare alternativheilkundliche Therapien, bereitet sich auf die Heilpraktiker-Prüfung beim Gesundheitsamt vor. Und mit Wissen, Glück und einer guten Portion Prüfungsangst besteht man dann – vielleicht erst beim übernächsten Versuch – die Heilpraktiker-Prüfung.

Geschafft – endlich am Ziel? Leider noch lange nicht. Zwar darf man sich nun Heilpraktiker nennen, doch wo gewinnt man die Erfahrung, um diesen Beruf auch wirklich verantwortlich und erfolgreich auszuüben? Assistenzstellen sind rar. Oft bleibt nur eines: Eine eigene Praxis eröffnen. Mit all den anfänglichen Selbstzweifeln und in der Regel ohne viel KnowHow in Sachen Unternehmensführung und Marketing.

Kopfmassage in einer PraxisAufgrund meiner persönlichen Interessen (zertifizierter FengShui-Consultant, Ausbildungen in Akupunkturmassage und anderen Therapien, Mitentwicklung der Software MingMen für Traditionelle Chinesische Medizin, Gründungsmitglied des Verbandes für angewandte energetische Therapie VAET, Mitgesellschafter der Akademie der Heilkunst etc.) kann ich gut verstehen, warum viele Heilpraktiker und Therapeuten sich so sehr auf die Weiterentwicklung ihres fachlichen KnowHows und ihrer Fähigkeiten konzentrieren – und darüber oft die unternehmerischen Aspekte aus den Augen verlieren.

Doch was hilft die schönste Praxis und das beste fachliche Können, wenn die Patienten ausbleiben? Viele Praxisgründer müssen nach einiger Zeit aufgeben. Nicht etwa, weil sie schlecht arbeiten würden (häufig ganz im Gegenteil), sondern weil sie nicht genügend unternehmerisches und betriebswirtschaftliches KnowHow haben und deswegen ihre Praxis nicht in die „schwarzen Zahlen" bringen.

Was sind die häufigsten Fallen?

  • Mangelndes Selbstbewusstsein und die Vorstellung immer noch eine Therapie, Ausbildung etc. zu brauchen. Fehlendes betriebswirtschaftliches Wissen. „Zahlen sind nichts für mich...“, hört man oft von Therapeuten. Doch ohne sie ist Selbständigkeit nicht denkbar. Einen guten Teil der Arbeitszeit werden Sie einfach mit Business-Planung, Unternehmenszahlen, Abrechnung, Kontenplänen, Umsatzzahlen, Kostenberechnungen etc. verbringen.
  • Berührungsangst der Technik gegenüber. Ob es gefällt oder nicht: Computer und Technik nehmen heute einen großen Raum ein und ohne EDV-Einsatz ist eine moderne Praxis kaum sinnvoll zu führen. Es geht kein Weg daran vorbei, sich mit dem Thema anzufreunden.
  • Zu wenig Sorgfalt beim Thema Außenwirkung (Corporate Design) - Das eher ganzheitlich orientierte Denken verhindert gelegentlich ein klares Erscheinungsbild. So mancher Therapeut möchte ein ganzes Universum an Werten, Symbolen und Ideen in seinem Logo repräsentiert sehen - nicht gerade der ideale Ansatz für eine graphische Gestaltung, die in einer reizüberfluteten Umgebung Aufmerksamkeit und Interesse wecken soll...
  • Ungüstige Gestaltung der Praxisräume. Wie überall im Leben ist der erste Eindruck entscheidend. Welche Farben, Formen und Materialien bestimmen die Gestaltung? Wie wirken die Räume auf Ihre Patienten? Ist es warm und gemütlich, klar und technisch oder unprofessionell oder chaotisch? Business Feng Shui kann hier rasch Abhilfe bringen.
  • Keine Eigen-PR-Strategie. Wer darauf wartet, dass die Patienten schon von selbst kommen und dann – nach und nach – über Empfehlung genügend Patienten anziehen, damit die Praxis läuft, geht einen sehr mühsamen und steinigen Weg. Eine klare Strategie um den Bekanntenkreis zu erweitern, Vorträge zu halten etc. macht einfach Sinn.

Dürfen Heilpraktiker denn überhaupt werben?

Viele Heilpraktiker sind immer noch der Meinung, dass sie einem Werbeverbot unterliegen. Das ist jedoch nicht wirklich so. Natürlich verbietet sich reißerische, vergleichende oder irreführende Werbung bei diesem Berufsbild von selbst. Und ebenso selbstverständlich sind die Vorgaben des Heilpraktiker-Gesetzes (HeilprG), des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und des Gesetzes über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz) zu beachten.

Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker Bundesverband e.V. (VDH) schreibt in seiner Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH) zum Thema Werbung unter anderem:

  • Heilpraktiker unterliegen keinem generellen gesetzlich normierten Werbeverbot. (Art. 8/1)
  • Die Art und Größe von Praxisschildern ist nicht gesetzlich geregelt. (Art. 9/1)
  • Für den Anlass und die Größe von Insertionen bestehen keine gesetzlichen Vorschriften. (Art. 12/1)

Folgende Werbemaßnahmen sind demnach ausdrücklich nicht zu beanstanden:

  • Flyer, Patientenbroschüren oder sonstige Hinweise und Informationen über den eigenen Tätigkeitsbereich zur Auslage im Wartezimmer
  • Tage der offenen Tür
  • Hinweise auf Ortstafeln, in kostenlos verteilten Stadtplänen, Info-Broschüren und bei Bürgerinformationsstellen

Kurz gesagt:
Sie haben vielfältige Möglichkeiten für Ihre Praxis zu werben. Und eigentlich dürfen Sie nur das nicht, was Ihnen sowieso eher schaden würde als nutzen.

Ich berate Sie gerne dabei, die richtigen Maßnahmen auszuwählen – Telefon 089-659595.

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